Die Jahreslosung kann Christen vor allem im deutschsprachigen Raum als Leitvers für ein Jahr eine Hilfestellung sein. Diese Unterstützung ist sowohl für Einzelpersonen als auch für Gemeinden gedacht. Liturgische Regelungen der einzelnen Konfessionen werden dadurch nicht aufgehoben.

Erstmals wurde eine Jahreslosung im Jahr 1930 veröffentlicht: Mit dem Text "Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht" wollte der schwäbische Pfarrer Otto Riethmüller damals ein Bibelwort den nationalsozialistischen Parolen seiner Zeit entgegenstellen.

Erst seit 1969 beteiligt sich auch die römisch-katholische Kirche daran und seit 1970 werden die Losungen von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) herausgegeben.

 

Die Jahreslosung 2022,
(Version des Verlages am Birnbach)

Die Mitgliedsverbände der ÖAB machen Vorschläge für die Jahreslosung, aus denen dann im Rahmen eines verbandsinternen Entscheidungsprozesses der endgültige Jahrestext herausgefiltert wird.

Die Jahreslosung für dieses Jahr lautet "Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen" und stammt aus dem Johannes-Evangelium (Joh 6, 37). Die Jahreslosungen werden vom ÖAB immer für drei Jahre im Voraus herausgegeben, d.h. aktuell stehen die Texte bereits bis 2025 fest:
- 2023: Du bist ein Gott, der mich sieht (Genesis 16,13)
- 2024: Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe (1. Korinther 16,14)
- 2025: Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thessalonicher 5,12)
.

Ergänzend zu den Jahreslosungen gibt es zudem seit 1934 nach einer Idee von Oskar Schnetters auch noch biblische Monatssprüche, die aus dem ökumenischen Bibelleseplan entnommen werden.

Bei der Zusammenstellung dieses Eyecatchers war ich überrascht, dass die Jahreslosungen ökumenisch sind, denn bisher waren sie mir immer nur in unserer evangelischen Gemeinde begegnet. Aber da steckt ja dann noch Potential drin, das wir bei Gelegenheit auch mal heben könnten ...


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