Bilder: © Deutscher Verein
vom Heiligen Lande


 

„Hoffnung säen“ – so lautet das Motto der diesjährigen Palmsonntagskollekte, die wie in jedem Jahr für die Christen im Heiligen Land bestimmt ist. Mit dem Ertrag der Sammlung werden Projekte und Initiativen des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und der Franziskaner im Heiligen Land unterstützt. Ihre Spende trägt dazu bei, dass die Hoffnung auf Frieden, Versöhnung und eine bessere Zukunft aufrechterhalten wird.

Hoffnung säen. Ist das in einer Kriegssituation wie der aktuellen überhaupt möglich? Schließlich leiden die Menschen im Nahen Osten nun schon seit zweieinhalb Jahren unter Terror und Krieg, haben den Verlust von Angehörigen und Freunden zu verschmerzen, viele haben ihr Zuhause verloren und mussten fliehen, hatten – so in den schlimmsten Zeiten des Gazakriegs – nicht genug zu essen, fürchten bei Alarm um sich und ihre Liebsten. Wie kann man da von Hoffnung sprechen?

Die politische Realität scheint die Hoffnung auf Frieden erstickt zu haben. Doch inmitten von Resignation und Perspektivlosigkeit gibt es Menschen, die trotz allem an der Vision eines friedlichen Miteinanders festhalten. Und es gibt Christen und kirchliche Einrichtungen im Heiligen Land, die täglich Hilfe leisten für Menschen in Not:

für Menschen, die seelisch an den Kriegsfolgen leiden, die ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren haben, deren Wohnung im Krieg zerstört wurde und deren Kinder nicht zur Schule gehen können. Diese Helferinnen und Helfer sind es, die Hoffnung wider alle Hoffnungslosigkeit säen. Sie werden mit der diesjährigen Palmsonntagskollekte unterstützt.

Wie prekär die Situation für Christen im Heiligen Land infolge der politischen Situation ist, zeigen vielfältige Berichte von sachkundigen Experten. Alleine durch die aufgrund des Irankriegs wieder eingebrochenen Pilgerreisen haben viele der insbesondere arabischen Christen keine Arbeit mehr, da sie sehr häufig in der Tourismusbranche arbeiten - und das, nachdem es zu Jahresbeginn nach dem Gaza-Krieg wieder Hoffnung auf ein Aufkeimen des Tourismus wie auch der Pilgerreisen gab, denn für die Heilige Woche gab es konkrete Anmeldungen, die jetzt alle wieder storniert werden mussten.

Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage werden die christlichen Feiern der Kar- und Osterliturgie fraglich. Die traditionelle Palmsonntags-Prozession in Jerusalem vom Ölberg in die Stadt ist bereits abgesagt, die Chrisam-Messe in Jerusalem auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

Teilweise ist auch der Zugang zu den Kirchen gesperrt (z.B. zur Dormitio-Abtei und Grabeskirche in Jerusalem). Der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa hat stattdessen für Samstag, den 28.3., zu einem besonderen Gebetstag für den Frieden und die Betroffenen des Konfliktes aufgerufen. Die weitere Planung ist nur mit einer täglichen Abstimmung möglich.

Die Situation der im Land verbliebenen Christen ist laut Vatikan existenzbedrohend. Neben der verlorenen Arbeit haben Bomben und teilweise auch Naturkatastrophen das Land unbewohnbar gemacht. Zudem wird von Schulen berichtet, in denen Lehrer fehlen, weil ihnen die Einreise verweigert wird, und von Familien, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Das Heilige Land droht ohne lebendige christliche Gemeinden zu einem bloßen Freilichtmuseum zu werden, weil die lebendigen Steine verloren gingen. Zuletzt noch hat Papst Leo XIV. gefordert, dass den Christen die Möglichkeit gegeben werden muss, mit allen Rechten, die ihnen ein sicheres Leben garantieren, in ihrer Heimat zu bleiben.

Auch der Nahost-Experte Matthias Kopp sieht die Gefahr eines weiteren Christen-Exodus als gegeben - was man nu zu gut verstehen kann, wenn man sich in die aktuelle Gefahrensituationen der Christen vor Ort zumindest auch nur ansatzweise hineinversetzt. In einem Interview mit Domradio erläutert er ausfühlich die Situation vor Ort und die Gefahren.

Weitergehende Informationen über die Palmsonntagskollekte finden Sie auch auf der entsprechenden Homepage der Aktion (einschließlich Spendenmöglichkeiten). Ergänzend ist hier auch das entsprechende Spendenkonten des Deutschen Vereins vom Heiligen Land:

Deutscher Verein vom Heiligen Lande
Pax Bank für Kirche und Caritas eG
BIC/SWIFT: GENODED1PAX
IBAN: DE81 3706 0193 0021 9900 19


Bitte zeigen Sie sich solidarisch mit den Christen im Heiligen Land und unterstützen Sie die Palmsonntagskollekte mit Ihrer Spende. Die Menschen vor Ort waren trotz aller Krisen in den letzten Jahren lange nicht mehr so darauf angewiesen wie derzeit, um überstehen zu können.

Quellen der Informationen: www.domradio.de, www.vaticannews.va, www.dvhl.de sowie www.dormitio.net.


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