Teilweise ist auch der Zugang zu den Kirchen gesperrt (z.B. zur Dormitio-Abtei und Grabeskirche in Jerusalem). Der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa hat stattdessen für Samstag, den 28.3., zu einem besonderen Gebetstag für den Frieden und die Betroffenen des Konfliktes aufgerufen. Die weitere Planung ist nur mit einer täglichen Abstimmung möglich.
Die Situation der im Land verbliebenen Christen ist laut Vatikan existenzbedrohend. Neben der verlorenen Arbeit haben Bomben und teilweise auch Naturkatastrophen das Land unbewohnbar gemacht. Zudem wird von Schulen berichtet, in denen Lehrer fehlen, weil ihnen die Einreise verweigert wird, und von Familien, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Das Heilige Land droht ohne lebendige christliche Gemeinden zu einem bloßen Freilichtmuseum zu werden, weil die lebendigen Steine verloren gingen. Zuletzt noch hat Papst Leo XIV. gefordert, dass den Christen die Möglichkeit gegeben werden muss, mit allen Rechten, die ihnen ein sicheres Leben garantieren, in ihrer Heimat zu bleiben.
Auch der Nahost-Experte Matthias Kopp sieht die Gefahr eines weiteren Christen-Exodus als gegeben - was man nu zu gut verstehen kann, wenn man sich in die aktuelle Gefahrensituationen der Christen vor Ort zumindest auch nur ansatzweise hineinversetzt. In einem Interview mit Domradio erläutert er ausfühlich die Situation vor Ort und die Gefahren.
Weitergehende Informationen über die Palmsonntagskollekte finden Sie auch auf der entsprechenden Homepage der Aktion (einschließlich Spendenmöglichkeiten). Ergänzend ist hier auch das entsprechende Spendenkonten des Deutschen Vereins vom Heiligen Land:
Deutscher Verein vom Heiligen Lande
Pax Bank für Kirche und Caritas eG
BIC/SWIFT: GENODED1PAX
IBAN: DE81 3706 0193 0021 9900 19
Bitte zeigen Sie sich solidarisch mit den Christen im Heiligen Land und unterstützen Sie die Palmsonntagskollekte mit Ihrer Spende. Die Menschen vor Ort waren trotz aller Krisen in den letzten Jahren lange nicht mehr so darauf angewiesen wie derzeit, um überstehen zu können.
Quellen der Informationen: www.domradio.de, www.vaticannews.va, www.dvhl.de sowie www.dormitio.net. |